30. November 2009: Dachauer Zeitzeugengespräche - Abba Naor

Abba Naor
"Das Erlittende wird beim Sprechen immer wieder lebendig"

Abba Naor kam 1928 in Kaunas zur Welt. Die Verfolgung der litauischen Juden erlebte er ab 1941 am eigenen Leib, als er mit seiner Familie nach dem Einmarsch deutscher Truppen ins Ghetto gezwungen wurde, das die SS allmählich in ein Konzentrationslager umwandelte. Mehrere seiner Angehörigen wurden damals ermordet. Ihn selbst verschleppte die SS im Sommer 1944 zuerst in das KZ Stutthof bei Danzig, später in die Lager Utting am Ammersee und Kaufering I, die zum größten Außenlagerkomplex des KZ Dachau gehörten. Den Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus Kaufering Ende April 1945 überlebte er dank der Befreiung durch die Amerikaner. Abba Naor, der heute in Israel lebt, kommt jedes Jahr nach Deutschland, um als Zeitzeuge über seine persönliche Erinnerung an die NS-Zeit zu berichten. Bei seinen Schulbesuchen sagt er den Jugendlichen: „Was ich euch heute erzähle, wird für mich beim Sprechen immer wieder lebendig.“

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu unserem 2. Abend unserer Veranstaltungsreihe „Dachauer Zeitzeugengespräche” zu kommen:
Montag, 30. November 2009, 19 Uhr
im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Pater-Roth-Straße 2a

Einführung durch
Dr. Gabriele Hammermann
Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
Es berichtet Abba Naor, Israel

In der Veranstaltungsreihe „Dachauer Zeitzeugenge spräche“ berichten Überlebende des Konzentrationslagers Dachau und seiner Außenlager über ihre Verfolgungsgeschichte, die Lebens- und Arbeitsbedingungen als KZ-Häftling und die lebenslangen Folgen dieser Erfahrungen. Die Zeitzeugen kommen aus verschiedenen Ländern, unter anderem Israel, Frankreich, Polen, Rumänien und Italien.

8. November 2009

Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Novemberpogrome am 9. November 1938 sowie anlässlich des 70. Jahrestages des Attentats von Georg Elser:

11 Uhr: Gottesdienst zum 70. Jahrestag des Bürgerbräu-Attentats
Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

12 Uhr: Preview des Films von Jutta Neupert "Die zweite Hinrichtung des Georg Elser – Der schwierige Umgang mit einem Aufrechten" im Filmraum der KZ-Gedenkstätte Dachau mit anschließendem Podiumsgespräch:
Am 8. November 1939 hat der schwäbische Kunstschreiner Georg Elser versucht, Hitler im Münchner Bürgerbräukeller mit einer Bombe zu töten. „Ich habe den Krieg verhindern wollen“ – so begründete er seine Tat gegenüber der Gestapo. Georg Elser wurde kurz vor Kriegsende im Konzentrationslager Dachau ermordet. Die Dokumentation von Jutta Neupert handelt vom schwierigen Umgang der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit dem Hitlerattentäter: Elsers Tat wurde lange Zeit nicht als Widerstand gegen den Nationalsozialismus gewürdigt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der KZ-Gedenkstätte Dachau und der Evangelischen Versöhnungskirche.

15 Uhr: Gedenken der DGB-Jugend an die Opfer des Nationalsozialismus, Beginn am ehemaligen Appellplatz, KZ-Gedenkstätte Dachau
Ablauf:
- Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
- Gemeinsamer Gang zum Krematorium
- Begrüßung: Mario Patuzzi, DGB-Bezirksjugendsekretär
- Gedenkrede: Heike Langguth, stellvertretende Vorsitzende des DBG Bayern
- Klezmer-Musik mit dem "Münchner Klezmer-Trio"
Veranstalter: DGB-Bezirk Bayern, Abt. Jugend, Tel.: 089-51700225, Mail: info@dgb-jugend-by.de, Homepage: www.dgb-jugend-bayern.de

18 Uhr: Gedenken zum Jahrestag der Pogromnacht mit der Shoah-Überlebenden Rachel Knobler, Rathaus Dachau, Konrad-Adenauer-Straße 2-6:
Die Shoah-Überlebende Rachel Knobler (85) liest aus ihren Gedichten über die Erfahrungen in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern. Das Gedenken wird mit Kompositionen der Zeitzeugin gestaltet. Die Musiker kommen aus ihrer polnischen Heimat.
Veranstalter: Stadt Dachau, Abteilung Kultur und Zeitgeschichte in Zusammenarbeit mit: Dachauer Forum e.V., Evangelische Versöhnungskirche, Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau e.V., Jugendgästehaus Dachau, KZ-Gedenkstätte Dachau, Lagergemeinschaft Dachau, Verein Zum Beispiel Dachau

14. Oktober 2009: Dachauer Zeitzeugengespräche - Werner Kleeman

„Von Dachau zum D-Day“

Bei der Auftaktveranstaltung der Reihe „Dachauer Zeitzeugengespräche“ berichtet der Dachau-Überlebende Werner Kleeman aus den USA von seinen Erlebnissen während der Zeit des Nationalsozialismus. Werner Kleeman hat eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Geboren 1919 wuchs er im unterfränkischen Gaukönigshofen auf. Dort wurde er als Jude 1938 Opfer der Novemberpogrome und der folgenden Massenverhaftungen. Er wurde vorübergehend im KZ Dachau inhaftiert. Kleeman konnte über London nach Amerika fliehen. 1944 kehrte er als GI und Armeedolmetscher nach Deutschland zurück. Kurz nach der Befreiung suchte er seine alte Heimatstadt auf und traf dort auch auf den Nationalsozialisten, der ihn verraten und ins Konzentrationslager gebracht hatte. Über seine Erlebnisse hat Kleeman jahrzehntelang geschwiegen. Erst in den 80er Jahren gab er sein erstes Interview, 2007 erschienen seine Memoiren „From Dachau to D-Day“.

14. Oktober 2009, 19 Uhr
Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau (Pater-Roth-Straße 2a)
Mit Begrüßung und Einführung durch Dr. Gabriele Hammermann.

9. und 10. Oktober 2009: 10. Dachauer Symposium

Öffentliche Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus: Eine Bilanz der letzten dreißig Jahre

Die Ausstrahlung der US-amerikanischen Serie „Holocaust“ im westdeutschen Fernsehen im Jahr 1979 wurde zu einem epochalen Medienereignis in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Nach langen Jahrzehnten des Schweigens und Verdrängens wurden die Zeit des Nationalsozialismus und insbesondere die im Namen Deutschlands begangenen unvorstellbar grausamen Verbrechen gegen die Menschlichkeit Gegenstand einer breiten öffentlichen Debatte. Ein Tabu war gebrochen.

Das erste Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte „Beschweigen und Bekennen. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust“ fokussierte vor zehn Jahren die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich in der unmittelbaren Nachkriegszeit und den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik. Das zehnte Symposium knüpft hier an und versucht den Wandel herauszuarbeiten, der im Umgang mit der NS-Geschichte in den letzten dreißig Jahren in vielen Bereichen von Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien stattgefunden hat.

Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung entnehmen Sie bitte der Einladungskarte.

Das Dachauer Symposium ist eine Veranstaltung der Kreisstadt Dachau, Amt für Kultur, Fremdenverkehr und Zeitgeschichte, von Prof. Dr. Gerhard Paul, Institut für Geschichte, Universität Flensburg, und dem Jugendgästehaus Dachau.

4. Oktober 2009: „Tag der offenen Tür“

Themenrundgänge für die Dachauer Bevölkerung

Am 4. Oktober 2009 findet von 10:00-17:30 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ der KZ-Gedenkstätte Dachau statt. Die Dachauer Bevölkerung ist eingeladen, die Gedenkstätte in ihrer neuen Gestalt, aber auch unbekanntere Orte außerhalb des Geländes bei geführten Rundgängen zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen die baulichen Veränderungen der letzten vier Jahre: der Weg des Erinnerns, der neue Zugang zur Gedenkstätte und das Besucherzentrum. Die Führungen stehen allen Interessierten offen und sind kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltung findet in gemeinsamer Initiative der Gedenkstätte und der Stadt Dachau sowie in Kooperation mit der Bayerischen Bereitschaftspolizei statt.

[mehr...]

Vortrag: Der 30. Juni 1934. „Der Röhm-Putsch“

von Dr. h.c. Hermann Graml

Am 30.6.2009 um 19.00 Uhr
im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau,
Eingang bei der Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte – Haupteingang“

Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Dachau

Zwischen dem 30. Juni und 2. Juli 1934 wurden 21 Personen von der SS im Konzentrationslager Dachau hingerichtet. Die Erschießungen standen im Zusammenhang mit einer reichsweiten Mordaktion: Unter dem Vorwand, die SA plane einen Staatsstreich – „Röhm-Putsch“ – ließ Hitler hohe SA-Funktionäre und politische Gegner erschießen. Der Stabsführer der SA, Ernst Röhm, wurde von Theodor Eicke, dem Kommandanten des KZ Dachau, und dem Führer der Dachauer Wachtruppe, Michael Lippert, im Gefängnis München-Stadelheim erschossen. Insgesamt fielen der Mordaktion, die im Wesentlichen die SS ausführte, 100 Personen zum Opfer.

Hitler hatte sich gegen die SA gewandt, weil sie ihre eigene Rolle im NS-Staat stärken wollte, die Bildung eines Volksheeres anstrebte und im Gegensatz zu Hitler eine „zweite Revolution“ forderte. Mit der Mordaktion begann zugleich der Aufstieg der SS. Sie wurde eine eigenständige Organisation der NSDAP und erfuhr einen beträchtlichen Machtzuwachs. Nach der Ausschaltung der SA wurden alle Konzentrationslager von der SS übernommen und Theodor Eicke – inzwischen Inspekteur aller Konzentrationslager – unterstellt.

Dr. h.c. Hermann Graml ist Historiker und war bis zu seiner Pensionierung wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte und geschäftsführender Redakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen setzt er sich unter anderem mit dem Antisemitismus der Nationalsozialisten und mit dem Widerstand gegen das NS-Regime auseinander. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher zeitgeschichtlicher Nachschlagewerke.

22. Juni 2009: Gedenkfeier und Vortrag

Gendenkstein am ehemaligen 'SS-Schießplatz Hebertshausen'

Zur Erinnerung an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 findet am 22.6.2009 eine Gedenkfeier am ehemaligen „SS-Schießplatz Hebertshausen“ statt (Beginn: 18.00 Uhr). Im Anschluss daran spricht um 19.00 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau Dr. Irina Scherbakova zum Thema "Die Erinnerung an KZ und die Rolle und Bedeutung von Zeitzeugen in Russland".

Veranstalter:
Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau e.V.
KZ-Gedenkstätte Dachau

[mehr...]

64. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau

Plakat Befreiungsfeier 2009

Am Sonntag, den 3. Mai 2009, werden an der KZ-Gedenkstätte Dachau die Gedenkfeiern zum 64. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau stattfinden. Alle Veranstaltungen sind öffentlich.

Der Tag beginnt mit religiösen Gedenkfeiern: Um 9.30 Uhr finden im Karmelkloster eine ökumenische Feier sowie zeitgleich in der Auferstehungskapelle ein russisch-orthodoxer Gottesdienst statt. Um 10.00 Uhr lädt der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern im jüdischen Mahnmal zu einer Gedenkfeier ein.

Um 10.45 Uhr beginnt die zentrale Gedenkveranstaltung durch das Comité International de Dachau (CID), das internationalen Komitee der Überlebenden, mit einer Gedenkrede von Dr. h.c. Max Mannheimer vor dem Krematorium. Im Anschluss erfolgt ein gemeinsamer Gang zum ehemaligen Appellplatz. Dort werden der Präsident des CID, Pieter Dietz de Loos, sowie der Bayerische Staatssekretär Marcel Huber eine Ansprache halten. Vor dem Internationalen Mahnmal erfolgen Kranzniederlegungen durch ca. 100 geladene Vertreter aus Regierung, Politik und Kirche, durch Botschafter und Generalkonsulate, Lagergemeinschaften, Parteien, Vereine und Organisationen aus über 20 Ländern.

Um 12.30 Uhr folgt eine Gedenkstunde am ehemaligen „SS-Schießplatz Hebertshausen“.

Ebenfalls ab 12.30 Uhr lädt der Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau und die Lagergemeinschaft Dachau zum Tag der Begegnung für ehemalige Häftlinge, ihre Angehörigen und interessierte TeilnehmerInnen der Gedenkfeier im Jugendgästehaus Dachau (Roßwachtstraße 15) ein.

Weitere Termine

Freitag, 1.Mai 2009, 18 Uhr:
Kranzniederlegung am Leitenberg und am Waldfriedhof, Dachau-Etzenhausen

Samstag, 2.Mai 2009, 18 Uhr:
Gedenkfeier des Trägerkreis Todesmarschmahnmal Dachau in Erinnerung an die Todesmarsch Häftlinge.
Ort: An der Bronzeplastik von Hubertus von Pilgrim, Theodor-Heuss-Straße/Ecke Sudetenlandstraße. Es wird u.a. Abba Naor, Überlebender des Todesmarsches, sprechen.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Dachau
V.i.S.d.P. Max Mannheimer, Lagergemeinschaft Dachau
Comité International de Dachau: www.comiteinternationaldachau.com

Alle Veranstaltungen sind öffentlich.

ich sehe die Lichter der Stadt,
ich sehe sie aus

Ausstellungseröffnung am 22. April 2009

Am Mittwoch, den 22. April 2009, wird um 19.30 Uhr an der KZ-Gedenkstätte Dachau die Rauminstallation "ich sehe die Lichter der Stadt, ich sehe sie aus" von Georg Soanca-Pollak präsentiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zur Eröffnung zu kommen.

Begrüßung

Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten
Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Einführung

Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Dr. Andreas Heusler, Stadtarchiv München

[mehr...]

Zeit für Zivilcourage
Was ich Machtmissbrauch entgegensetze

Podiumsdiskussion am 20. März 2009

Freiräume für eigene Meinung sind überall möglich. Doch gibt es Zeitfenster, in denen Zivilcourage besonders wichtig und wirksam ist.

Das Podium diskutiert über die Anfangszeit des Nationalsozialismus als Beispiel für ein solches Zeitfenster. Wie wurden damals zunächst noch bestehende Freiräume genutzt? Wie war das z.B. in einer Stadt wie München? Wer versuchte sich wie den Nationalsozialisten entgegenzustellen – offen wie auch im Hintergrund? Und was bedeutet das für heute? Wie können die Menschen heute in einer ähnlichen Situation dazu gebracht werden, Zivilcourage zu zeigen und sich anti-demokratischen, totalitären Bestrebungen zu widersetzen?

Die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer:

Dr. Helmut Hanko, ehemaliger Stadtdirektor, Autor von "Die nationalsozialistische Machtübernahme im Münchner Rathaus" und "Kommunalpolitik in der ›Hauptstadt der Bewegung‹ 1933-1935"

Dr. Barbara Distel
ehemalige Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Herausgeberin des Jahrbuchs "Dachauer Hefte" und "Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager" (Band 9 in Vorbereitung), Autorin von "Frauen im Holocaust".

Dr. Axel Esser
Arbeitspsychologe, Autor von "Mobbing – Der Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung" und "Effektive Interessenvertretung"

Moderation: Jutta Höcht-Stöhr
Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München

Den Rahmen gestaltet: Joel ben Izzy, Geschichtenerzähler

Freitag, 20. März 2009
13.00 bis 15.00 Uhr
Großer Saal im Münchner Stadtmuseum

Eine Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda), der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung (KAB), der Gewerkschaft ver.di, dem Bayerischen Seminar für Politik, der Katholischen Betriebsseelsorge und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

27. Januar 2009, 19.00 Uhr

Portrait von Werner Bab

Zeitzeugengespräch mit Werner Bab
zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
im Ludwig-Thoma-Haus, Dachau

Werner Bab wurde 1924 geboren und lebte ab 1929 in Berlin. 1942 versucht er aus Deutschland zu flüchten, wird verhaftet und schließlich in das KZ Auschwitz deportiert. Im dortigen Stammlager verbringt er die nächsten Jahre bis zur Evakuierung im Januar 1945. Von Auschwitz wird er über Umwege schließlich in das KZ-Außenlager Ebensee (Österreich) gebracht, wo er am 6. Mai 1945 befreit wird.

[mehr...]

Seminar für Lehramtsstudierende (und andere Interessierte)

Tagesseminar der GEW Lehramtskampagne und der KZ-Gedenkstätte Dachau

Der Seminartag soll Zugänge zur Geschichte des KZ und zur Bedeutung der Gedenkstätte, zum praktischen Ausprobieren und anschließender Reflektion anbieten. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der Auftrag des Ortes, die Geschichte aus der Perspektive der Überlebenden zu berichten. Dies wird gerade vor dem Hintergrund des Wandels der Erinnerung vom kommunikativen in das kollektive Gedächtnis zu einer zentralen Fragestellung und Herausforderung.

Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos. Für Verpflegung ist gesorgt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine Anmeldung erforderlich und verbindlich. Das Seminar findet am 24. Januar 2009 statt und dauert von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr.

Information und Anmeldung über das Semesterprogramm der GEW Lehramtskampagne PDF: Semesterprogramm oder direkt unter gew-la@stuve.uni-muenchen.de. Anmeldeschluss ist der 10.01.2009

Matinee der Dachauer Hefte

Coverbild des Dachauer Heftes, Ausgabe 24

anlässlich des Erscheinens der 24. Ausgabe der Dachauer Hefte

Sonntag, den 11. Januar 2009, 11.00 Uhr
im Jüdischen Gemeindezentrum
St.-Jakobs-Platz 18, München

Programm

Charlotte Knobloch,
Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Israelitischen Kultusgemeinde München

Begrüßung

Barbara Distel und Wolfgang Benz

Moshe Beirach

Aus dem Ghetto in die Wälder *
Ein Leben bei den Partisanen.
Lesung Wolf Euba
vorgestellt von Angelika Benz

Ernest Landau

Purim in Elmau – Um die jüdische Zukunft in Deutschland *
Texte jüdischen Überlebens
Lesung Wolf Euba
vorgestellt von Dr. Barbara Distel

Wolfgang Benz

Die Zukunft der Erinnerung.
Überlegungen, wie es mit dem Gedenken und der Erinnerungspolitik weitergeht

Schlusswort

Ellen Presser

* Die Texte sind in der letzten Ausgabe der Dachauer Hefte erschienen.

Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung des Verlags Dachauer Hefte und des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Hinweis:

Die aktuelle Ausgabe 24 der Dachauer Hefte trägt den Titel "KZ und Nachwelt" und ist ab sofort über die Homepage des Verlags Dachauer Hefte lieferbar!
[mehr...]

Außerdem