Gedenkfeier und Vortag, 22. Juni 2010

Zum 69. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion
Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann die blutigste Etappe des Zweiten Weltkriegs und nahezu gleichzeitig auch der systematische Massenmord an den Juden. Der SS-Schießplatz bei Hebertshausen war ein Schauplatz dieses Vernichtungskrieges. Dort wurden 1941/42 über 4.000 Rotarmisten ermordet, die in Kriegsgefangenenlagern als aktive Kommunisten oder Juden identifiziert worden waren.
65. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau

Am Sonntag, den 2. Mai 2010, werden auf Einladung des Präsidenten des Comité International de Dachau (CID) mit Unterstützung der Stiftung Bayerische Gedenkstätten an der KZ-Gedenkstätte Dachau die Gedenkfeiern zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau stattfinden. Bundespräsident Horst Köhler wird der Veranstaltung beiwohnen.
Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Sicherheitsgründen darum bitten müssen, auf größere Gepäckstücke zu verzichten und auf Verlangen den Personalausweis am Einlass bereitzuhalten.
Der Tag beginnt mit religiösen Gedenkfeiern: Um 9.30 Uhr finden im Kloster Karmel "Heilig Blut" eine ökumenische Feier sowie zeitgleich in der Auferstehungskapelle ein russisch-orthodoxer Gottesdienst statt. Um 10.00 Uhr lädt der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern im jüdischen Mahnmal zu einer Gedenkfeier ein.
Um 11.00 Uhr beginnt die zentrale Gedenkveranstaltung durch das Comité International de Dachau (CID), das internationalen Komitee der Überlebenden:
- - Gedenken vor dem ehemaligen Krematorium
- - Gemeinsamer Gang zum ehemaligen Appellplatz
- - Ansprachen und Kranzniederlegungen vor dem Internationalen Mahnmal
Der detailierte Programmablauf steht auch zum Download bereit: Programm Gedenkfeier 2010 [pdf]
Um 12.30 Uhr folgt eine Gedenkstunde am ehemaligen „SS-Schießplatz Hebertshausen“.
Im Anschluss an die Befreiungsfeier laden der Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau und die Lagergemeinschaft Dachau zum Tag der Begegnung für ehemalige Häftlinge, ihre Angehörigen und interessierte TeilnehmerInnen der Gedenkfeier ein. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr in Dachau auf der Ludwig-Thoma-Wiese statt.
Weitere Termine
Donnerstag, 29.April, 18 Uhr:
Kranzniederlegung einer CID-Delegation mit Vertretern der 7. US Befreiungsarmee am ehemaligen Jourhaus, KZ-Gedenkstätte Dachau
Freitag, 30. April 2010, 18 Uhr:
Kranzniederlegung am Leitenberg und am Waldfriedhof, Dachau-Etzenhausen
Samstag, 1. Mai 2010, 18 Uhr:
Gedenkfeier des Trägerkreis Todesmarschmahnmal Dachau in Erinnerung an die Todesmärsche.
Ort: An der Bronzeplastik von Hubertus von Pilgrim, Theodor-Heuss-Straße/Ecke Sudetenlandstraße.
Es wird u.a. Abba Naor, Überlebender des Todesmarsches, sprechen.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich.
Die Gedenkveranstaltung des CID und der Tag der Begegnung werden durch Mittel des Freistaates Bayern und durch Sondermittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
Filmpreview des ARD-Filmes „Geboren im KZ“
Am Montag, 26. April 2010, wird um 19 Uhr im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Dachau der Film „Geboren im KZ“ gezeigt. In dem 45-minütigen Dokumentarfilm erzählen die Autorinnen Eva Gruberová und Martina Gawaz die Geschichte von zwei der sieben Jüdinnen, die im Winter 1944/45 im Dachauer Außenlager Kaufering I Kinder zur Welt brachten. Alle sieben Babys haben überlebt. Von den sieben Müttern leben heute nur noch Eva Fleischmannová und Miriam Rosenthal.
Der Film läuft als Preview. Die ARD zeigt den Film in Erstausstrahlung am 28. April 2010 um 23.30 Uhr.
Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, wird den Film einführen. Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit den beiden Filmautorinnen, der Historikerin Dr. Edith Raim vom Institut für Zeitgeschichte in München sowie dem Kaufering-Überlebenden Abba Naor aus Israel.
Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen. Es besteht die Möglichkeit, am Abend auf dem Gelände der Gedenkstätte zu parken, da der Parkplatz der Gedenkstätte geschlossen ist. Die Einfahrt befindet sich an der Alten Römerstraße am zweiten Wachturm.
KZ-Gedenkstätte Dachau
Alte Römerstraße 75
85221 Dachau
Katalogpräsentation und Sonderausstellung
Sonderausstellung „Ich male nur für mich.“ Max Mannheimer – ben jakov
Anlässlich des 90. Geburtstages von Max Mannheimer widmete die KZ-Gedenkstätte Dachau ihm die Ausstellung „ ‚Ich male nur für mich.‘ Max Mannheimer – ben jakov“. Im Mittelpunkt standen Biografie und Wirken des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer, der als ben jakov künstlerisch tätig ist.
Die Ausstellung war bis 14. April in der Gedenkstätte zu sehen.
Katalogpräsentation: Zum Beispiel "ben jakov" - Zeitzeugenschaft und künstlerisches Feld
Dienstag, den 13. April 2010 um 19.00 Uhr
Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Pater-Roth-Str. 2a
85221 Dachau
Einführende Worte zur Katalogpräsentation
Dr. Gabriele Hammermann
Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
Im Gespräch
Barbara Wolf im Gespräch mit Sr. Slija Boßler, Michaela Habl und Darko Lesjak
3. März 2010: Sabine Schalm über die Außenlager des KZ Dachau

„Überleben durch Arbeit?“ Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit der Autorin und dem Historiker Wolfgang Benz
Am 3. März 2010 wird im Besucherzentrum der Gedenkstätte das Buch „Überleben durch Arbeit? Außenkommandos und Außenlager des KZ Dachau 1933-1945“ vorgestellt. Nach einer Einführung der Autorin Dr. Sabine Schalm anhand historischer Bilder folgt ein Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Benz, der die Dissertation betreute. „Überleben durch Arbeit?“ erschien 2009 im Metropol-Verlag als zehnter Band der Reihe „Geschichte der Konzentrationslager 1933-1945“, die von Wolfgang Benz und Barbara Distel herausgegeben wird.
17. Februar 2010: Dachauer Zeitzeugengespräche - Jean Samuel
"In diesem Moment habe ich beschlossen, mich aufzulehnen"
Im Rahmen der Dachauer Zeitzeugengespräche wird am 17. Februar 2010 der Überlebende Jean Samuel von seinen Erfahrungen berichten. Samuel war Mitglied der Résistance und wurde nach seiner Verhaftung durch die Gestapo im Jahr 1944 in die Konzentrationslager Dachau, Neckarelz und Neckargerach verschleppt.
Ausstellung "Das andere Leben"
Gasteig München vom 27. Januar – 22. Februar 2010
Vom 27. Januar 2010 bis zum 22. Februar 2010 ist im Gasteig München die Ausstellung "Solly Ganor - Das Andere Leben. Die jüdischen Kinder von Kovno 1941–1945" zu sehen.
Gespräch mit Solly Ganor

Zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" am 27.01.2010
Als „ein bewegendes Zeugnis von ungewöhnlicher sprachlicher Kraft“ beschreibt die Zeit das Buch „Das andere Leben“ von Solly Ganor. In diesem Buch beschreibt Solly Ganor seine Lebensgeschichte, die er am 27. Januar 2010 in Dachau vorstellen wird.
"Für eine Zeit Dachauer..."

Neuerscheinung
Zwölf Männer und Frauen, aus zwölf verschiedenen Ländern, mit zwölf unterschiedlichen Biografien – und einer einzigen Verbindung: Sie alle wurden während der NS-Herrschaft in das KZ Dachau oder in eines seiner Außenlager verschleppt. Sie alle wurden so „... für eine Zeit Dachauer“.
Der Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau widmete elf Männern und einer Frau, stellvertretend für die über 200.000 Häftlinge, die zwischen 1933 und 1945 im KZ Dachau inhaftiert wurden, im Jahr 2005 eine Ausstellung.
Zum 25-Jahr-Jubiläum des Vereins im Winter 2009 ist nun in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Dachau (Stiftung Bayerische Gedenkstätten) eine begleitende Broschüre erschienen.