Exkursion: Gedenkorte in der Umgebung der KZ-Gedenkstaette: Die "Plantage"

Gebäude und Gewächshäuser der "Plantage" (1941). Foto: Karel Kasak, Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau
Gebäude und Gewächshäuser der "Plantage" (1941). Foto: Karel Kasak, Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau

Samstag, 21.04.2012, 14.00–16.00 Uhr
Referentin: Brigitte Fiedler, Referentin der KZ-Gedenkstätte Dachau
Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Anmeldung an der Infotheke des Besucherzentrums am Veranstaltungstag
bis spätestens 13.45 Uhr
Kosten: 3 Euro

In den Jahren 1937/38 wurde das Konzentrationslager Dachau von den Häftlingen in Hinblick auf den Krieg erweitert und das Häftlingslager neu aufgebaut. Auch das Gelände östlich des neuen Lagers sollte dabei kultiviert werden. In Dachau war beabsichtigt, eine Plantage für Gewürze und Heilkräuter anzulegen. Heinrich Himmler, „Reichsführer SS“ und oberster Dienstherr über die Konzentrationslager, war Anhänger der Naturheilkunde und der sogenannten Volksmedizin. Der unentgeltliche Einsatz von Häftlingsarbeit war dabei eingeplant. Die „Plantage“ wurde zu einem der größten Arbeitskommandos in Dachau. Der Verkaufsladen, der in einem der Gewächshäuser eingerichtet wurde, war für Häftlinge eine Gelegenheit mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen. Der Rundgang geht der Frage nach, was sich hinter dem so harmlos klingenden Straßennamen „Am Kräutergarten“ verbirgt.

 

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