Themenführung: Jüdische Häftlinge im Konzentrationslager Dachau

Jüdische Gedenkstätte. Bild: Privat. Archiv, KZ-Gedenkstätte Dachau

In den Tagen nach dem 9. November 1938 wurden über 10.000 Juden aus dem gesamten Reichsgebiet in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Mit Kriegsbeginn und insbesondere im Jahr 1944 wurden schließlich Juden aus ganz Europa ins KZ Dachau und in seine Außenlager deportiert. Etwa ein Viertel aller hier in den Jahren 1933 bis 1945 Inhaftierten waren Juden.
Auf einem Rundgang soll daher nicht nur auf das Schicksal einzelner Jüdinnen und Juden aus München und Umgebung eingegangen werden, sondern auch auf Biographien jener jüdischen Häftlinge, die z.B. aus Ungarn, Litauen oder Polen stammen. Insbesondere soll gezeigt werden, dass die Juden allein aufgrund ihrer vielfältigen
kulturellen und sprachlichen Herkunft innerhalb des Lagers keine einheitliche Gruppe darstellten, auch wenn sie von außen als solche betrachtet wurden und in der Lagerhierarchie ganz unten standen.

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