Bericht über die Fort- und Ausbildungstätigkeit der Bildungsabteilung im Jahr 2011

Referententreffen

Zu den wesentlichen Aufgaben der Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau gehören die Aus- und Fortbildung der Referenten, die auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Rundgänge durchführen. Diese Rundgangsleiter leisten durch ihren direkten Kontakt zu den Besuchern wichtige pädagogische Arbeit vor Ort. Regelmäßig werden auch Fortbildungen für Lehrer und andere Multiplikatoren angeboten.

Im Jahr 2011 hat die Bildungsabteilung den Ausbildungskurs für neue Referenten aus dem Vorjahr abgeschlossen sowie drei Ausbildungskurse auf Deutsch und Englisch für kommerzielle Gästeführer durchgeführt. Viele Themen wurden im Rahmen der Kurse diskutiert, so etwa die Geschichte des Konzentrationslagers und der Gedenkstätte, pädagogische Fragestellungen, die Ausstellungskonzeption, die Chancen von Biografiearbeit und die Möglichkeiten zur Interaktion mit Gruppen. Die Kurse umfassten auch einen Exkursionstag, an dem das Gelände der Bereitschaftspolizei Dachau (ehemaliges SS-Lager) und verschiedene Gedenkorte in der Umgebung der Gedenkstätte Dachau besucht wurden.

Das diesjährige Fortbildungsangebot für die über 100 aktiven Refetl_files/images/aktuelles/Veranstaltungen 2011/Exkursion Muehldorf.jpgrenten umfasste acht regelmäßige Referententreffen und vielfältige weitere Fortbildungsmöglichkeiten. Themen der Referententreffen waren unter anderem das Gedenkbuch für die Toten des Konzentrationslagers Dachau, Biografien von Menschen, die in „kleineren“ Außenlagern inhaftiert waren, die unterschiedlichen Erwartungen ausländischer Besuchergruppen und die Häftlingsgruppe der Sinti und Roma. Eine gemeinsame Exkursion führte auf das Gelände des ehemaligen Außenlagers Mühldorf. Nach zwei Fortbildungen zur Durchführung von Halbtagesseminaren werden nun im November und Dezember ein professionelles Sprechtraining und eine Supervision angeboten. 

Im Juni und Oktober 2011 führte die Bildungsabteilung zwei ganztägige Lehrerfortbildungen durch. Dabei wurden Methoden der Vor- und Nachbereitung vor Ort aufgezeigt und erprobt sowie Anregungen für den Unterricht gegeben. Bei einem geführten Rundgang konnten die Teilnehmer den historischen Ort vertieft kennenlernen.