Restaurierungsarbeiten am ersten Krematorium

Wegen dringend erforderlicher Restaurierungsarbeiten ist die Besichtigung des ersten Krematoriums von Montag, 28. November, bis voraussichtlich Mittwoch, 7. Dezember 2016 nicht möglich.

Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Gestohlenes Eingangstor mit Inschrift „Arbeit macht frei“ der KZ-Gedenkstätte Dachau in Norwegen gefunden

Das in der Nacht vom 1. auf den 2. November 2014 von unbekannten Tätern gestohlene historische Lagertor des Konzentrationslagers Dachau konnte von der Polizei in Bergen (Norwegen) sichergestellt werden. Bei dem Diebstahl vor zwei Jahren handelte es sich um den ersten und schwersten Angriff auf den historischen Gebäudebestand in der Geschichte der Gedenkstätte. Ziel der Schändung war das im „Jourhaus“ befindliche Lagertor: das zentrale Symbol des Leidensweges der Häftlinge des Konzentrationslagers.

Der Präsident des Internationalen Dachaukomitees, General Jean Michel Thomas, nahm diese Nachricht mit großer Genugtuung zur Kenntnis: „Auch wenn die Hintergründe für diese abscheuliche Tat noch nicht bekannt sind, so danke ich im Namen des Überlebendenverbandes für die Aufdeckung des Verbrechens und die internationale Anteilnahme nach dem Diebstahl des Lagertors. Dieser bedeutete letztlich eine Entweihung dieser wichtigen Gedenkstätte.“

Auch Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, zeigt sich erleichtert und dankt den Polizeibehörden in Norwegen und Deutschland für ihre sorgfältigen Ermittlungen: „Die KZ-Gedenkstätte freut sich mit den Überlebenden und ihren Angehörigen, dass die Hintergründe der Tat nun aufgeklärt werden und dieses besonders symbolträchtige Relikt des Konzentrationslagers nach einer justiziellen Aufarbeitung wieder an den Erinnerungsort zurückkehrt. Selbstverständlich wird es nach einer Restaurierung wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Ob wieder an dem historischen Standort oder als Teil der Dauerausstellung wird zusammen mit den Gremien der Stiftung Bayerische Gedenkstätten entschieden.“

Der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, reagierte auf diese Nachricht mit großer Freude: „Es ist für mich eine Erleichterung, dass dieser Originalbeweis für den Zynismus und die Menschenverachtung der Nazis wiedergefunden wurde. Ich gratuliere zu dem grenzübergreifenden Erfolg der Sicherheitsbehörden.“

Videobotschaften zum Befreiungstag

Gedenken am Internationalen Mahnmahl in der KZ-Gedenkstaette Dachau

Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung des KZ Dachau schildern Überlebende in einer Videobotschaft ihr Leiden während ihrer Gefangenschaft, ihre Erfahrungen während der Befreiung, aber auch ihr Leben danach.

www.liberation-dachau.de

Einführung

Historisches Foto des Häftlingslagereingangs
Am 22. März 1933, wenige Wochen nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, wurde in Dachau ein Konzentrationslager für politische Gefangene errichtet. Es diente als Modell für alle späteren Konzentrationslager und als „Schule der Gewalt” für die Männer der SS, unter deren Herrschaft es stand. In den zwölf Jahren seines Bestehens waren hier und in zahlreichen Außenlagern über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. 41.500 wurden ermordet. Am 29. April 1945 befreiten amerikanische Truppen die Überlebenden.
Aktuelles Bild des historischen Eingangs

Die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers wurde im Jahr 1965 auf Initiative und nach den Plänen der überlebenden Häftlinge, die sich im Comité International de Dachau zusammenschlossen, mit Unterstützung des Bayerischen Staates errichtet. In den Jahren 1996-2003 wurde eine neue Ausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau mit dem Leitmotiv „Der Weg der Häftlinge” geschaffen.