Dokumentarfilm "Anna, ich hab Angst um dich"

Am Sonntag, 07. Dezember 2014, laden die KZ-Gedenkstätte Dachau, das Max-Mannheimer-Studienzentrum und das Filmmuseum München zur ersten Filmvorführung der Filmreihe „Vergessen kann man das nie. Das ist unmöglich“ ein. Gezeigt wird der Film „Anna, ich hab Angst um dich“ im Filmmuseum der Stadt München, St. Jakobs-Platz 1.

Beginn der Veranstaltung ist um 17.30 Uhr, der Eintritt beträgt 4 € (3 € für Mitglieder des MFZ). An Anschluss an den Film findet ein Gespräch statt.

Wir freuen uns, dass der Regisseur Josef Pröll anwesend sein wird.

Josef Pröll zeichnet das Leben seiner Mutter Anna Pröll anhand von Interviews und Originaldokumenten nach. Als junge Frau leistet Anna Pröll während des Nationalsozialismus aktiven Widerstand in ihrer Heimatstadt Augsburg. Wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ wird sie verurteilt und im Gefängnis Aichach sowie im Konzentrationslager
Moringen inhaftiert. Auch ihre Eltern, ihr Mann und andere Familienmitglieder werden als überzeugte Nazigegner verfolgt und in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Anna Prölls Onkel Alois und Fritz sterben im Konzentrationslager Dachau und Buchenwald/ Dora. Am Ende des Zweiten Weltkriegs stehen Anna und ihr Mann vor
dem Nichts, sie haben die meisten ihrer engen Angehörigen verloren. Als ehemalige KZ-Häftlinge sind beide in der jungen Bundesrepublik weiterhin sozialen Ressentiments ausgesetzt.

 

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