Den Opfern einen Namen geben - Forschungen zur Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener auf dem „SS-Schießplatz Hebertshausen“

Am Mittwoch, 26. November, um 19 Uhr, referiert Dr. Reinhard Otto zum Thema Den Opfern einen Namen geben - Forschungen zur Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener auf dem „SS-Schießplatz Hebertshausen“.

Die Veranstaltung findet im Besucherzentrum der KZ-Gedenksätte, Pater-Roth-Str. 2a, statt, der Eintritt ist frei.

Einführung
Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZGedenkstätte Dachau

Über 4.000 sowjetische Kriegsgefangene wurden 1941 und 1942 von Angehörigen der Dachauer Lager-SS auf dem „SSSchießplatz Hebertshausen“ erschossen. Seit dem 2. Mai 2014 schildert dort eine Ausstellung die historischen Zusammenhänge des Verbrechens.

In einer künstlerischen Installation, die sich auf den früheren Tatort bezieht, finden sich bislang etwa 1.000 Namen von Ermordeten. Der Eröffnung des Gedenkortes sind umfangreiche Forschungen in deutschen und russischen Archiven vorangegangen. Die Nationalsozialisten hatten versucht, den Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen geheim zu halten. Jeder einzelne der Ermordeten hat in der deutschen Militärbürokratie jedoch Spuren hinterlassen.

Dr. Reinhard Otto berichtet in seinem Vortrag von dieser Spurensuche, durch die sich Biographien der sowjetischen Kriegsgefangenen erstellen und Kontakte zu deren Angehörigen knüpfen ließen.

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