Dokumentarfilm "Der Mühldorfer Todeszug – Begegnungen gegen das Vergessen“

Am Sonntag, 1. März 2015, laden die KZ-Gedenkstätte Dachau, das Max-Mannheimer-Studienzentrum und das Filmmuseum München zur dritten Filmvorführung der Filmreihe „Vergessen kann man das nie. Das ist unmöglich“ ein. Gezeigt wird der Film "Der Mühldorfer Todeszug – Begegnungen gegen das Vergessen“ im Filmmuseum der Stadt München, St. Jakobs-Platz 1.

Beginn der Veranstaltung ist um 17.30 Uhr, der Eintritt beträgt 4 € (3 € für Mitglieder des MFZ). An Anschluss an den Film findet ein Gespräch statt.

Wir freuen uns, dass die Schülerinnen Beatrice Sonhüter, Lisa Brandl und Sophia Weikel sowie der Lehrer Heinrich Mayer des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben zu Gast sein werden.

Mit dem Vorrücken der alliierten Truppen werden im April 1945 die letzten Überlebenden KZ-Häftlinge aus dem Dachauer Konzentrationslager und seinen Außenlagern von SS-Männern kreuz und quer durchs Land getrieben. Häftlinge aus dem Außenlagerkomplex Mühldorf pferchen sie in einen Zug mit Viehwaggons, der in Poing Halt macht. Unter den Häftlingen befindet sich der 14-jährige ungarische Jude Lászlo Schwartz. Da das Gerücht aufkommt, der Krieg sei zu Ende, versuchen mehrere Gefangene zu entkommen. Sie laufen zu den umliegenden Bauernhöfen. Wehrmachtssoldaten, SS -Leute und Zivilisten machen Jagd auf die Flüchtlinge, mehr als 50 werden erschossen, die übrigen zum Zug zurückgebracht. Schwartz, der sich heute Leslie nennt, wird verwundet von den Amerikanern befreit und hat seine Erlebnisse niedergeschrieben.

Durch ein Geschichtsprojekt des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben kommt Schwartz in Kontakt mit Schülern und Lehrern. Gemeinsam machen sie sich an die Dokumentation einer Heimatgeschichte, die Täter, Opfer, Mitläufer und Helfer in den Blick nimmt und für die Zukunft gegen das Vergessen erinnert.

 

 

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