Eröffnung der Sonderausstellung "Beweise für die Nachwelt. Die Zeichnungen des Dachau-Überlebenden Georg Tauber"

Der Dachau-Überlebende Georg Tauber (*1901 – †1950) zeichnete ab Ende April 1945 den gewaltsamen Alltag im KZ Dachau, die Ankunft der US-amerikanischen Truppen und das Leben im Lager nach der Befreiung. Mit seinen Zeichnungen wollte er für die Nachwelt „Beweise“ für die Verbrechen der SS schaffen. Als „asozial“ von den Nationalsozialisten stimatisiert, galt sein Engagement bald auch dem Kampf um die politische Anerkennung „vergessener“ KZ-Opfer.

Die über 60 Werke von Georg Tauber, die erst vor fünf Jahren im Nachlass eines ehemaligen Mithäftlings entdeckt wurden, werden nun das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Zu sehen sind in der Ausstellung auch Aquarelle mit Stadtansichten und Landschaften, die der bayerische Reklamezeichner 1941 im Konzentrationslager anfertigte. Sie wurden von einem Zivilarbeiter aus dem KZ geschmuggelt und befinden sind heute im Besitz der Gedenkstätte.

 

PROGRAMM

Freitag, 29. April, 11 Uhr
im Sonderausstellungsraum der KZ-Gedenkstätte Dachau

Begrüßung und Einführung in das Thema
Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Ansprache
N.N., Landeshauptstadt München

Einführung in die Sonderausstellung
Dr. Andrea Riedle, Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau

Führung durch die Sonderausstellung
Dr. Stefanie Pilzweger, wissenschaftliche Volontärin der KZ-Gedenkstätte Dachau

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