Dachauer Zeitzeugengespräch mit Max Volpert

Max Volpert kommt am 7. September 1931 in Kaunas auf die Welt. Mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester Ralia muss er im August 1941 in das Ghetto Kaunas übersiedeln. Dort arbeitet er als Übermittler von Nachrichten, bis das Ghetto im Herbst 1943 in ein Konzentrationslager umgewandelt wird. Bei der Räumung des KZ Kauen im Juli 1944 wird die jüdische Familie in Güterwaggons verladen – Max Volperts Mutter und seine Schwester werden im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.

Zusammen mit seinem Vater erreicht Max Volpert am 15. Juli 1944 Kaufering. Dort, im größten Außenlagerkomplex des KZ Dachau, leisten beide Zwangsarbeit. Sie und ihre Mitgefangenen müssen Bunkeranlagen für die Kriegswirtschaft errichten. Max Volperts Vater wird krank und stirbt. Kurz vor Kriegsende werden die Kauferinger Lager geräumt und die Häftlinge auf Todesmärschen Richtung Dachau getrieben. Unter ihnen befindet sich auch der dreizehnjährige Max Volpert, der am 2. Mai 1945 bei Waakirchen von den Amerikanern befreit wird.

Heute lebt Max Volpert im israelischen Bat Jam, einer Stadt nahe Tel Aviv. Seit 1963 kommt er immer wieder nach Deutschland, um als Zeitzeuge von seinem Schicksal zu berichten.

Das "Dachauer Zeitzeugengespräch" mit Max Volpert am 27. Juli 2016 beginnt um 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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