Dachauer Zeitzeugengespräch mit Maurice Cling

Maurice Cling, geboren am 4. Mai 1929, wächst in einer jüdischen Familie in Paris auf. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder verlebt er eine glückliche Kindheit, bis er im Mai 1944 als 15-jähriger mit seiner Familie erst in das Sammellager Drancy und von dort in das KZ Auschwitz deportiert wird. Seine Eltern und sein Bruder werden ermordet, er überlebt, weil er von Mitgliedern der Résistance beschützt und versteckt wird.

Am 18. Januar 1945 muss er auf den Todesmarsch nach Dachau, wo er Ende Januar völlig entkräftet ankommt. Er erkrankt an Typhus, erfährt aber auch in Dachau die Solidarität anderer Gefangener. Auf seinem zweiten Todesmarsch von Dachau nach Tirol wird er schließlich Anfang Mai 1945 von amerikanischen Soldaten befreit. Er kehrt nach Paris zurück, lebt dort bei Verwandten und besucht die Schule. Später arbeitet er als Publizist und Professor für Anglistik an der Pariser Universität.

1999 erscheint sein Buch „Un enfant à Auschwitz“.

Zurück