Gedenkfeier zur Pogromnacht am 9. November 1938

In ganz Deutschland wurden am 9. November 1938 Synagogen zerstört und Juden aus ihren Häusern verschleppt. Auch 15 Dachauer Bürgerinnen und Bürger wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft aus der Stadt vertrieben. Nur wenige entkamen dem Holocaust.

An die Opfer erinnern in Dachau „Stolpersteine“ und jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung.

tl_files/images/aktuelles/Veranstaltungen 2017/Ivan_Ivanji_9_Nov_2017.JPGIn diesem Jahr kommt dazu aus Belgrad als Ehrengast und Zeitzeuge Ivan Ivanji (88). Er wuchs dreisprachig mit Serbisch, Ungarisch und Deutsch im multiethnischen Banat auf. Als jüdischer Jugendlicher überlebte er die
Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald und wurde später Journalist, Titos Dolmetscher, Diplomat und Schriftsteller. Viele der in serbokroatischer und deutscher Sprache geschriebenen Werke des überzeugten Jugoslawen haben autobiographische Bezüge, zuletzt „Mein schönes Leben in der Hölle“ (2014) und „Schlussstrich“ (2017).

Programm
Ansprache
Florian Hartmann, Oberbürgermeister der Stadt Dachau,

Zeitzeugengespräch
mit Ivan Ivanji

Namenslesung
durch Schüler/-innen der Staatlichen Berufsschule Dachau / Nikolaus-Lehner-Schule

Moderation
Kirchenrat Dr. Björn Mensing

Kranzniederlegung
an der Gedenktafel vor dem Rathaus und Schweigeminute zum Gedenken

Musikalische Gestaltung:
Jugendsinfonieorchester Dachau unter Leitung von Gudrun Huber
mit Werken von Josip Slavenski, John Williams und Joseph Haydn

Zurück