Das Überleben festhalten – Fotoportraits von Elija Boßler

Seit der zweiten Hälfte der 1980er Jahre fotografiert Schwester Elija Boßler Überlebende des Konzentrationslagers Dachau, die an den Ort ihrer gewaltsamen Internierung zurückkehren. Viele der Überlebenden fanden sich im angrenzenden Kloster zum Heiligen Blut ein oder wurden von den Karmelitinnen dort beherbergt. Mit der Zeit wurde die Zahl der Überlebenden, die zu den Befreiungsfeiern kamen und ihre Geschichte erzählten, immer geringer. Und so begann Elija Boßler, die Gäste zu fotografieren.

In über dreißig Jahren entstanden zahlreiche, sehr eindrückliche Portraits, die Menschen unterschiedlicher Nationen zeigen. Erstmals ist eine Auswahl von 30 Fotografien an der KZ-Gedenkstätte zu sehen. Die Biografien der Portraitierten werden in einem Katalog erzählt. Ein Video mit Zeitzeugeninterviews ergänzt die Ausstellung.

Die Sonderausstellung wurde finanziell durch das Kulturreferat der Stadt München gefördert.

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