Sonderausstellung über einen Zeitzeugen und Künstler

„Ich male nur für mich.“ Max Mannheimer – ben jakov

Anlässlich des 90. Geburtstages von Max Mannheimer widmete die KZ-Gedenkstätte Dachau ihm die Ausstellung „ ‚Ich male nur für mich.‘ Max Mannheimer – ben jakov“. Im Mittelpunkt standen Biografie und Wirken des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer, der als ben jakov künstlerisch tätig ist. Die Eröffnung fand am 11. Februar um 18.30 Uhr im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Dachau statt. Die Ausstellung war bis 14. April in der Gedenkstätte zu sehen, am 13. April wurde im Besucherzentrum der Ausstellungskatalog präsentiert.

Max Mannheimer wurde in Neutitschein (Novy Jicin) in der Tschechoslowakei geboren und lebt heute in der Nähe von München. Fast seine gesamte Familie wurde in Auschwitz ermordet, er selbst überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz und Dachau. Als Zeitzeuge und Vermittler engagiert sich Max Mannheimer seit vielen Jahren für die Erinnerung an die Verbrechen in der NS-Zeit. Seine Vermittlungsarbeit und seine Kunst sind Teil der persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen schmerzhaften Vergangenheit.

Katalogpräsentation: Zum Beispiel "ben jakov" - Zeitzeugenschaft und künstlerisches Feld"

Dienstag, den 13. April 2010 um 19.00 Uhr
Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Pater-Roth-Str. 2a
85221 Dachau

Einführende Worte zur Katalogpräsentation
Dr. Gabriele Hammermann
Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Im Gespräch
Barbara Wolf im Gespräch mit Sr. Slija Boßler, Michaela Habl und Darko Lesjak

Zu den teilnehmenden Personen:
Dr. Barbara Wolf ist Kulturwissenschaftlerin und die stellvertretende Leiterin des Architekturmuseums Schwaben.
Darko Lesjak ist freier Kunstschaffender und Mitkurator der Ausstellung. Er restaurierte Max Mannheimers Gemäldekonvolut der Gedenkstätte Dachau.
Sr. Elija Boßler, Schwester im Karmel Kloster "Heilig Blut", unterstützt Max Mannheimer seit vielen Jahren in seiner Tätigkeit als Zeitzeuge und Kunstschaffender.
Dr. Michaela Haibl, Kulturwissenschaftlerin, ist die Ausstellungskuratorin und -autorin.

Die Ausstellung wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

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