Film

“Für das Ende der Zeit” – Kunstfilm von Esther Glück und Thomas Gottschalk

 |  28. April 2020

Anfang 1941 vollendete der Franzose Olivier Messiaen das „Quatuor pour la fin du temps“ als Insasse des in Görlitz-Moys gelegenen deutschen Kriegsgefangenenlagers „Stammlager VIII-A“. Es wurde ihm gestattet zu komponieren, ein Klavier wurde zur Verfügung gestellt. In den Waschräumen hielt man die Proben ab. Die Uraufführung des kompletten Werkes fand im Lager Görlitz bei bitterer Kälte am 15. Januar 1941 vor circa 400 Kriegsgefangenen statt, den Klavierpart übernahm der Musiker selbst.

Olivier Messiaen gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Werk „Quartett für das Ende der Zeit“ hat für die musikalische Entwicklung nach der Kapitulation des deutschen Faschismus eine einschneidende Bedeutung.

Der Kunstfilm „Für das Ende der Zeit“ entstand aus mehreren tausend animierten Zeichnungen. Er thematisiert den „Widerstand durch kreatives Denken und Handeln im Dienste der Menschenwürde.“ In Bildern erinnert er sowohl an die erlittenen Qualen der Opfer, als auch an die in den Lagern gelebten Beispiele von Barmherzigkeit und Widerstand. In diesem Sinne fordert der Film auch uns für die Gegenwart und Zukunft heraus.

Der Film enstand auf Initiative von Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.

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Kunstfilm von Esther Glück und Tom Gottschalk, 55 min, Full HD

Webseite zum Film: https://estherglueck.wordpress.com/