Tagesseminare

Menschenrechtsverletzungen im KZ Dachau

Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer schreiben mit bunten Stiften etwas auf Kärtchen.

Achtung: Aufgrund der derzeit geltenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen kann dieses Seminar bis auf Weiteres nicht stattfinden.

„… da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, […] verkündet die Generalversammlung diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal …“

Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948

Die Präambel macht deutlich, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auch eine Reaktion auf die historischen Verbrechen des Nationalsozialismus war. Konzentrationslager waren die Tatorte vieler dieser Verbrechen.

Im Tagesseminar „Menschenrechtsverletzungen im Konzentrationslager Dachau – Die KZ-Gedenkstätte Dachau als Lernort für Menschenrechte“ setzen sich die Teilnehmenden selbstständig mit dem Themenkomplex historischer Menschenrechtsverletzungen an diesem Ort auseinander. Nach einem verkürzten Rundgang beschäftigen sie sich mit Quellen zum Leben der Häftlinge und erfahren dabei, auf wie vielen Ebenen die später formulierten Menschenrechte im Konzentrationslager Dachau keine Gültigkeit hatten. Die Teilnehmenden sollen dadurch die Geschichte der Konzentrationslager als einen Sachverhalt begreifen, der durch die Reaktion der Welt auf die verübten Verbrechen bis heute Einfluss auch auf ihr Leben hat. Durch eine abschließende Beschäftigung mit heutigen Menschenrechtsaktivisten/-innen wird der Bezug zur Lebenswelt der Teilnehmenden noch weiter gestärkt.

Das Tagesseminar richtet sich an Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe, ist aber auch in abgewandelter Form für Erwachsenengruppen einsetzbar.

Ablauf

Die Referenten/-innen treffen die Gruppen an der Infotheke des Besucherzentrums der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Der Tag beginnt mit Einführungsübungen, die nach den Erwartungen und Befürchtungen der Teilnehmenden fragen und eine Beziehung zwischen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und den Verbrechen des Nationalsozialismus herstellen. Unter Einbezug des Vorwissens der Teilnehmenden werden Hintergrundinformationen zum System der Konzentrationslager und den in ihm verfolgten Menschen gegeben.

Es folgt ein etwa anderthalbstündiger Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau. Anhand des historischen Geländes werden Spuren herausgestellt, die von der Zeit des Konzentrationslagers und seiner Nachgeschichte zeugen. Um einen personalisierten Zugang zu ermöglichen, werden Biografien ehemaliger Häftlinge einbezogen. Bewusst werden einige Orte ausgespart, die später Teil der Gruppenarbeit sind.

Am Nachmittag setzen sich die Teilnehmenden selbstständig in Gruppenarbeit mit verschiedenen Orten auf dem Gelände auseinander. Dabei erkunden sie die Orte, die sie am Vormittag noch nicht gesehen haben, und beschäftigen sich mit historischen Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Entrechtung und Diskriminierung und den entsprechenden Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Ergebnisse der Kleingruppen stellen sie den anderen Teilnehmenden vor.

Am Ende des Tages steht eine Aktualisierung, die sich mit den Leben historischer und aktueller Menschenrechtsaktivisten/-innen beschäftigt und so die Relevanz der Thematik auch für die aktuelle Lebenswelt der Teilnehmenden aufzeigt.

Terminanfrage und Buchung

Für die Terminanfrage zu Tagesseminaren nutzen Sie bitte das Anfrageformular Tagesseminare. Pro Gruppe werden 180 Euro berechnet, die Teilnehmendenzahl ist auf 30 beschränkt. Die Teilnehmenden müssen am Tag des Besuchs das 13. Lebensalter vollendet haben.

Für Fragen steht Ihnen gerne die Buchungsabteilung der KZ-Gedenkstätte von Montag bis Freitag 9–12 Uhr zur Verfügung:

 Tel: +49 (0) 8131 / 66997-131

 Fax: +49 (0) 8131 / 2235

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