Vortragsabend: Homosexuelle Häftlinge in Dachau und Auschwitz

Seit 1989 bemüht sich der niederländisch-deutsche Historiker und Schriftsteller Lutz van Dijk darum, dass auch in der Gedenkstätte Auschwitz an die homosexuellen Opfer erinnert wird. 2017 konnte er die erste offizielle Fortbildung für die dortigen Guides durchführen. Im gleichen Jahr erschien nach 26 Jahren erstmals auch die polnische Übersetzung seines Buchs „Verdammt starke Liebe“ über den polnischen homosexuellen Häftling Stefan T. Kosinski (1925–2003). Ein Durchbruch?

Eingeführt wird der Vortrag durch Albert Knoll, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau seit 1997. Er berichtet über den schwierigen Weg der Anerkennung der homosexuellen KZ-Häftlinge als Opfergruppe in Dachau. Erst nach langen Kontroversen konnte 1995 schließlich der Rosa-Winkel-Gedenkstein im Gedenkraum der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgestellt werden.

Die Veranstaltung findet am 1. Oktober 2018 um 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau in Kooperation Forum Homosexualität Münchenstatt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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