Themenrundgang

Homosexuelle Häftlinge im KZ Dachau

 |  26.07.2020  | 13:00—15:30

Homosexuelle und als homosexuell denunzierte Männer wurden schon 1933, verstärkt ab 1940 verfolgt, in KZ‘s inhaftiert und dort von der SS besonders schikaniert. Ab 1937 wurden sie mit einem rosa Winkel gekennzeichnet. Im KZ Dachau sind 585 Häftlinge namentlich bekannt, die als »Homosexuelle« registriert wurden. 120 starben in Dachau und seinen Außenlagern. Die Diskriminierung setzte sich auch nach der Herrschaft der Nationalsozialisten in beiden deutschen Staaten fort. Bis Ende der 1960er Jahre waren homosexuelle Handlungen in der Bundesrepublik Deutschland strafbar (§175 StGB). Homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus waren im Bundesentschädigungsgesetz vom Kreis der Anspruchsberechtigten ausgeschlossen. Beim Rundgang in der KZ­-Gedenkstätte wird die Geschichte der Verfolgung Homosexueller während des Nationalsozialismus vermittelt.

Referent: Albert Knoll, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau
Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau, Pater-Roth-Straße 2a, 85221 Dachau
Anmeldung: bis spätestens 12:45 an der Infotheke des Besucherzentrums
Kosten: 4 Euro/ 2 Euro ermäßigt