Kombirundgang

Mauthausen und Dachau. Orte des Terrors nach 1945

 |  13.03.2021  | 11:00—17:00

Unter nationalsozialistischer Herrschaft überzog ein dichtes Netz aus Haftstätten, Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern den europäischen Kontinent. Doch nach 1945 wurde die Erinnerung an die Orte der Ausbeutung und des Terrors schnell verdrängt. Einzelne Gedenkstätten entstanden meist nur auf Druck der Alliierten oder auf Initiative von Überlebenden. Wie verhielt sich die Nachkriegsgesellschaft zu diesen Erinnerungsorten? Und was geschah mit den zahlreichen vergessenen Orten, die aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit getilgt worden waren?

Der Rundgang führt in die Ausstellung „Heimrad Bäcker. es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben“ (12.11.2020-14.03.2021) des NS-Dokumentationszentrums ein. Anhand der Arbeiten Heimrad Bäckers, der seit den 1960er Jahren die vergessenen Orte des ehemaligen KZ Mauthausen dokumentierte, soll die wechselhafte Auseinandersetzung mit der Geschichte des gut 20 km von Linz entfernten Konzentrationslagers thematisiert werden. Anschließend fahren die Teilnehmer*innen zusammen mit S-Bahn und Bus in die KZ-Gedenkstätte Dachau. Diese entstand erst 1965: nach langjährigen Debatten und auf Initiative der Überlebenden. Die Erinnerung an das Konzentrationslager blieb heftig umstritten.

Ort NS-Dokumentationszentrum München und KZ-Gedenkstätte Dachau, Treffpunkt im Foyer des NS-Dokumentationszentrums

Teilnehmerzahl Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnehmerzahl auf max. 5 Personen begrenzt.

Anmeldung erforderlich unter vermittlung.nsdoku@muenchen.de

Teilnahme kostenfrei

Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Dachau