Blick ins … Archiv

C haim Glick
Chaim Glick

Im Oktober 2011 übergab Schwester Elija dem Archiv der Gedenkstätte die Schwarzweiß-Fotografien, die sie in mehr als zwanzig Jahren von Überlebenden des KZ Dachau angefertigt hat. Seit 1966 ist Schwester Elija am Karmel-Kloster Dachau tätig. Ihre fotografische Dokumentation des Gedenkstättengeländes begann sie mit Farbdias. Das für sie letztlich unbefriedigende Ergebnis war: Eine Gedenkstätte ohne Menschen – leer. Seit 1988 nutzte sie die Begegnungen mit ehemaligen Häftlingen zu Gesprächen, Interviews und zum Fotografieren, jetzt in schwarz-weiß. So entstanden weit über 100 Aufnahmen, mit denen Schwester Elija der Geschichte des Ortes näher zu kommen versuchte.

Reijntjes, Pim - Niederlande
Pim Reijntjes

Die Idee zu einer Ausstellung entstand 1996, nachdem die Fotos bekannter waren. „Wer Augen hat zu sehen…“ wurde zunächst in katholischen Einrichtungen gezeigt und zog dann durch viele Bildungseinrichtungen in ganz Bayern und im nahen Ausland. Fast jedes Mal eröffnete Max Mannheimer, dem Schwester Elija viele Kontakte zu verdanken hat, die Ausstellung.

Schwester Elija ist jetzt froh über ihre Entscheidung. „Die persönliche Erinnerung ist mir dadurch in keiner Weise genommen. Vielmehr wünschte ich, dass sie zur Erinnerung und vielleicht auch zu einer archivarischen Hilfe beitragen kann“, so Schwester Elija.