Gesamtschließung der KZ-Gedenkstätte Dachau
Aufgrund der derzeitigen Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus ist die KZ-Gedenkstätte Dachau zum Schutz der Besucher/innen von Montag, 16. März bis einschließlich Sonntag 19. April 2020 geschlossen. Dies beinhaltet neben dem Gelände der Gedenkstätte auch das Besucherzentrum, alle Ausstellungen, die Verwaltung, das Archiv und die Bibliothek.
Auch alle geplanten Veranstaltungen, Rundgänge und Seminare können nicht stattfinden. Die geplanten Themenrundgänge am 22. März sowie am 29. März entfallen ebenfalls.
Bitte informieren Sie sich vor einem geplanten Besuch auf der Website der Gedenkstätte, auf der wir Sie laufend mit aktuellen Informationen versorgen.
(Stand: 13. März 2020)
KZ-Gedenkstätte Dachau sagt Befreiungsfeier am 3. Mai 2020 ab
Die KZ-Gedenkstätte Dachau und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten haben in Absprache mit dem Comité International de Dachau (CID) beschlossen, die für Sonntag, 3. Mai 2020, geplante Feier zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau abzusagen. Schwere Sicherheitsbedenken angesichts der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19) gaben den Ausschlag für diese Entscheidung, die im Einklang mit den Empfehlungen und Richtlinien der zuständigen Behörden steht. Dennoch ist die Absage allen Beteiligten enorm schwergefallen.
Nicht nur die offizielle Gedenkfeier am 3. Mai, eine Großveranstaltung mit etwa 2.000 Gästen aus aller Welt, wurde abgesagt. Auch das mehrtägige Rahmenprogramm für Überlebende und Befreier des Konzentrationslagers Dachau kann nicht durchgeführt werden. Die Enttäuschung darüber ist außerordentlich groß. Als Herzstück des Rahmenprogramms galten verschiedene Möglichkeiten der Begegnung, vor allem zwischen Jugendlichen, Überlebenden und Befreiern. Darauf hatten sich alle Beteiligten ganz besonders gefreut, aber gerade die hochbetagten Zeitzeugen sind gesundheitlich am meisten gefährdet.
Der 75. Jahrestag der Befreiung übt eine besondere Anziehungskraft aus. Überlebende, Befreier und ihre Familien, Ehrenamtliche, Würdenträger, Medienvertreter, die engagierte und interessierte Öffentlichkeit aus dem In- und Ausland, auch etliche Unternehmen, die den Jahrestag mit großzügigen Spenden unterstützen, hatten ein stärkeres Bedürfnis denn je, einen Beitrag zu leisten und Teil dieses Jubiläums zu sein.
Daher ist es für Gedenkstättenleiterin Dr. Gabriele Hammermann und ihr Team von größter Bedeutung, einen Weg zu finden, wie der 75. Jahrestag der Befreiung ohne Veranstaltungen vor Ort würdevoll begangen werden kann.
Einführung
Die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers wurde im Jahr 1965 auf Initiative und nach den Plänen der überlebenden Häftlinge, die sich im Comité International de Dachau zusammenschlossen, mit Unterstützung des Bayerischen Staates errichtet. In den Jahren 1996-2003 wurde eine neue Ausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau mit dem Leitmotiv „Der Weg der Häftlinge” geschaffen.
Videobotschaften zum Befreiungstag
Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung des KZ Dachau schildern Überlebende in einer Videobotschaft ihr Leiden während ihrer Gefangenschaft, ihre Erfahrungen während der Befreiung, aber auch ihr Leben danach.