Pressemitteilung

Digitales Gedenkbuch „Die Toten des KZ Dachau 1933 – 1945“ online

 |  29. April 2026

Zur Pressemeldung über das Digitale Gedenkbuch "Die Toten des KZ-Dachau 1933-1945".

• Neues Terminal im Gedenkraum der KZ-Gedenkstätte Dachau
• Virtuelles Gedenken jetzt auch online möglich
• Erweiterbare Recherche von über 33.000 Namen von Verstorbenen des KZ Dachau

Das Gedenkbuch „Die Toten des KZ Dachau 1933-1945“ ist seit Mittwoch, 29. April 2026, online unter www.kz-gedenkstaette-dachau.de/forschung-und-sammlung/digitales-gedenkbuch/ verfügbar. Damit wird das Gedenken in den virtuellen Raum hinein erweitert.

Zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau ist es damit erstmals möglich, die Namen von über 33.000 im KZ Dachau verstorbenen Personen auch online auf Deutsch und Englisch zu recherchieren. Die Printversion des Gedenkbuches wurde 2011 von der KZ-Gedenkstätte Dachau veröffentlicht.

Dr. Christoph Thonfeld, Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau: „Im Zuge der Erneuerung unserer Archiv-Datenbank ist es uns wichtig, mit dieser ergänzenden Anwendung ein virtuelles Gedenken in aller Welt zu ermöglichen und Interessierten die Gelegenheit zu bieten, zu den Verstorbenen des KZ Dachau zu recherchieren. Wir freuen uns sehr, damit einen weiteren Schritt der digitalen Gedenkarbeit zu gehen.“

Digitales Gedenkbuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Das digitale Gedenkbuch kann ab sofort von Besuchenden der KZ-Gedenkstätte Dachau im Gedenkraum am Ende der Dauerausstellung genutzt werden. Dort steht neben der gedruckten Ausgabe ein neues Terminal für ein virtuelles Gedenken und ergänzende Recherchen zur Verfügung. Es ist geplant, die Online-Version des Gedenkbuches, um zusätzliche Recherchemöglichkeiten zu erweitern.

Zusammenarbeit mit der Digitalagentur Format D

Die Gestaltung des digitalen Gedenkbuches „Die Toten des KZ Dachau 1933-1945“ hat die Digitalagentur Format D aus München übernommen.

Gedenkbuch für die Toten des Konzentrationslagers Dachau

Das »Gedenkbuch für die Toten des Konzentrationslagers Dachau« hat die Aufgabe, die Würde der Verstorbenen zu bewahren. Es gibt den durch Mord, Folter und unmenschliche Lebensbedingungen zu Tode gekommenen Opfern des Konzentrationslagers ihre Namen wieder und ermöglicht damit ein individuelles Gedenken und zugleich eine Konfrontation mit den begangenen Verbrechen.

Das Gedenkbuch wurde 2011 mit der Unterstützung zahlreicher Einrichtungen, Archive und Einzelpersonen realisiert. Die Forschungen des Historikers und Überlebenden des KZ Dachau, Stanislav Zámečnik, führten zu maßgeblichen Erkenntnissen, ohne die das Gedenkbuch nicht zustande gekommen wäre. Das Totenbuch ist den Opfern des Konzentrationslagers Dachau und deren Angehörigen gewidmet.