Workshops und Seminare
Musik im KZ Dachau (6h)

Musik in Konzentrationslagern – damit verbindet man das „Dachaulied“, das „Moorsoldatenlied“, das „Buchenwaldlied“ oder Hans Krásas Kinderoper „Brundibár“. In allen Konzentrationslagern des NS-Regimes bildete Musik einen festen Bestandteil des Lagerlebens und hatte höchst unterschiedliche Funktionen. Sie war Unterdrückungsinstrument, wenn Lagerkapellen auf Befehl musizieren mussten, Gefangene beim Exerzieren zum Singen gezwungen oder einer Dauerbeschallung ausgesetzt wurden. Musik bedeutete für die Häftlinge aber auch Trost und konnte ihnen eine Stimme verleihen: bei konspirativen Gedenkfeiern, erlaubten Gottesdiensten oder bei Konzerten, bei denen sogar SS-Männer zu den Zuhörern gehörten.
Diesen verschiedenen Perspektiven gehen die Teilnehmenden in einer Einführungsübung, einem Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Dachau und einer anschließenden Gruppenarbeit nach. Dabei lernen sie unterschiedliche Biografien von Häftlingen kennen, üben den Umgang mit historischen Quellen und musikalischen Zeugnissen und reflektieren abschließend ihren Gedenkstättenbesuch.
Terminanfrage und Buchung
Pro Gruppe werden 180 Euro berechnet, die Teilnehmendenzahl ist auf 30 beschränkt. Das Tagesseminar richtet sich an Schüler/-innen ab Sekundarstufe II und Erwachsenengruppen und dauert etwa 6 Stunden.
Für die Terminanfrage zum Seminar „Musik im KZ Dachau“ nehmen Sie bitte per Mail Kontakt mit der Bildungsabteilung auf.