„…ohne Freundschaft ist das Leben zwecklos“

Eugen Kessler

Am Mittwoch, 29. Februar  2012, findet eine Veranstaltung anlässlich des 100. Geburtstages des frühen Dachauer KZ-Häftlings Eugen Kessler statt. Beginn ist um 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Nach Begrüßung und Einführung durch die Gedenkstättenleiterin Dr. Gabriele Hammermann, spricht Dr. Jürgen Müller-Hohagen über Eugen Kessler als Privatperson. Danach wird Ernst Antoni Eugen Kesslers politisches Engagement würdigen. Im Anschluss werden Video-Ausschnitte aus einem Interview mit Eugen Kessler aus dem Jahre 1995 gezeigt.

Eugen Kessler, geboren 1912, des Verteilens verbotener KPD-Flugblätter bezichtigt, wurde 1935 von der Gestapo in sogenannte Schutzhaft genommen und einige Wochen später ins KZ Dachau überstellt. Die erniedrigende Einlieferungsprozedur prägte sich ihm nachhaltig ein. Dagegen erlebte er die Solidarität unter den kommunistischen Häftlingen als große Erleichterung der Haftbedingungen. Im Oktober 1937 wird Kessler aus dem KZ Dachau entlassen, mit Kriegsbeginn im Herbst 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Im Februar 1945 läuft er zur Roten Armee über. Anfang 1949 kehrt er nach Deutschland zurück und engagiert sich bis zu seinem Tod 1999 bei der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ und der Lagergemeinschaft Dachau.