Gedenkfeier
Gedenkfeier am ehemaligen SS-Schießplatz Hebertshausen
| 22.06.2026 | 16:30—18:00

Am 22. Juni 1941 begann das Deutsche Reich einen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Gegen geltendes Völkerrecht lieferten Wehrmacht und Gestapo aus deutschen Kriegsgefangenenlagern insgesamt mehr als 40.000 sowjetische Offiziere, kommunistische Funktionäre, Intellektuelle, Juden und willkürlich ausgewählte Gefangene der Ermordung in Konzentrationslagern aus. Das KZ Dachau und der SS-Schießplatz Hebertshausen gehörten zu den zentralen Exekutionsorten für sowjetische Kriegsgefangene im deutschen Reichsgebiet. SS-Einheiten des Konzentrationslagers Dachau ermordeten hier von September 1941 bis Sommer 1942 über 4.000 Gefangene.
Seit den 1990er Jahren veranstaltet der Förderverein für internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit am 22. Juni, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, Gedenkfeiern auf dem ehemaligen SS-Schießplatz. 1998 wurde das Areal Teil der KZ-Gedenkstätte Dachau. Seit 2014 ist dort ein Gedenkort entstanden, an dem die Namen der Erschießungsopfer, die ermittelt werden konnten, ihren Platz gefunden haben und eine Außenausstellung über das historische Geschehen informiert. Anlässlich des 85. Jahrestags findet die Gedenkveranstaltung in diesem Jahr als Kooperation zwischen dem Förderverein und der Gedenkstätte statt, um an die sowjetischen Opfer zu erinnern.
Begrüßung
Dr. Christoph Thonfeld, Stv. Leiter der KZ-Gedenkstätte Dachau
Vortrag
Dr. Reinhard Otto, Historiker
Musik
Frank Uttenreuther, Trompete
In Kooperation mit dem Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau e.V.
Der Gedenkort ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich.
Parkplätze sind am Gedenkort Ehem. SS-Schießplatz Hebertshausen (Adresse) vorhanden.
Wir weisen darauf hin, dass Film- und Fotoaufnahmen zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit angefertigt werden.
Um den würdigen Rahmen der überparteilichen und supranationalen Gedenkfeier zu bewahren, bitten wir auf den Verzicht von Fahnen, Plakaten, Transparenten und Ähnlichem. Es gilt die Besucherordnung der KZ-Gedenkstätte Dachau.
Gruppen werden gebeten, sich anzumelden. Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.