Pressemitteilung

Finissage der Sonderausstellung „Dachauer Prozesse“

 |  23. September 2026

Ausschnitt des Werbeplakats zur Sonderausstellung Dachauer Prozesse.

Der ehemalige Häftling Michael Pellis identifiziert im Dachau-Hauptprozess den Angeklagten Franz Böttger (Ausstellungsplakat zur Sonderausstellung der KZ-Gedenkstätte Dachau)

  • Finissage der Sonderausstellung „Dachauer Prozesse“
  • Kuratorenführung durch die Sonderausstellung
  • Szenische Lesung zeitgenössischer Texte

Die KZ-Gedenkstätte Dachau lädt am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 19.00 Uhr zur Finissage der aktuellen Sonderausstellung „Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“ in den Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Dachau ein. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung auf www.kz-gedenkstaette-dachau.de wird gebeten.

Finissage der Sonderausstellung „Dachauer Prozesse“

Den Auftakt macht um 17.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die Sonderausstellung mit dem Leiter der wissenschaftlichen Abteilung, Dr. Christoph Thonfeld, gefolgt von einer Abendveranstaltung mit historischer Einführung und einer szenischen Lesung zeitgenössischer Texte zu den Verfahren mit einem Gastbeitrag, um die Thematik aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, folgt ein Grußwort von Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, und eine inhaltliche Einführung von Dr. Christoph Thonfeld, Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau, und Esther Lindenlauf, wissenschaftliche Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau. David Husarek, Enkel des Dachau-Überlebenden Paul Hussarek, der im Rahmen der „Dachauer Prozesse“ ausgesagt hat, wird mit Erinnerungen seines Großvaters einen Impuls für die anschließende szenische Lesung geben. Zum Abschluss werden Ensemblemitglieder des Theaters dasvinzenz zeitgenössische Texte zu den Verfahren präsentieren.

Die Kuratorenführung sowie die Abendveranstaltung finden anlässlich des 80. Jahrestags des Beschlusses, die Prozesse zentral und ausschließlich in Dachau abzuhalten, statt.

„Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“

Die aktuelle Sonderausstellung „Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“ lädt noch bis Ende Dezember 2026 ein, sich mit einem der größten NS-Verfahrenskomplexe auseinanderzusetzen, der immer noch im Schatten der wesentlich bekannteren Nürnberger Prozesse steht.

Von den Amerikanern geborgene NS-Dokumente, Zeugenaussagen der Überlebenden sowie umfangreiche Vernehmungen von Tatverdächtigen schufen die Grundlage für die Dachauer Prozesse (1945–1948). Hier wurden auch Verbrechen, die außerhalb der Lager an gefangengenommenen alliierten Soldaten und Zivilpersonen begangen worden waren, verhandelt. Die Sonderausstellung zeigt die Tatorte der Verbrechen, informiert über die rechtlichen Grundlagen und stellt Gerichtspersonal, Angeklagte und Zeugen vor. Des Weiteren gibt sie einen Überblick über einzelne Verfahren und deren Folgen bis in die Rechtsprechung der Bundesrepublik hinein. Auch die breite mediale Resonanz der Verfahren wird thematisiert. Die seinerzeit diskutierten Fragen nach Gerechtigkeit und dem Umgang mit der Vergangenheit sind bis heute aktuell.

Auch nach Ende der Laufzeit vor Ort kann die Sonderausstellung als deutsch- und englischsprachiger 360°-Rundgang auf der Website der KZ-Gedenkstätte Dachau virtuell besucht werden. Der begleitende Katalog zur Sonderausstellung „Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“ ist auf Deutsch und Englisch im Metropol Verlag erschienen.


Finissage „Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“

Mittwoch, 14. Oktober 2026 | 19.00 Uhr – ca. 21.00 Uhr
Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Dachau (im ehem. Wirtschaftsgebäude)
Pater-Roth-Str. 2a, 85221 Dachau
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung über www.kz-gedenkstaette-dachau.de wird gebeten.

Kuratorenführung „Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“

Mittwoch, 14. Oktober 2026 | 17.30 Uhr
Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung über www.kz-gedenkstaette-dachau.de ist erforderlich. Begrenzte Anzahl an Teilnehmenden.

Die Führung und die Abendveranstaltung werden simultan in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Eine Bewirtung während der Veranstaltung ist nicht vorgesehen.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.
Der Besucherparkplatz der KZ-Gedenkstätte Dachau ist für die Abendveranstaltung geöffnet.
Das Angebot ist nicht geeignet für Personen unter 13 Jahren.


Dachauer Prozesse. Verbrechen, Verfahren und Verantwortung
Katalog zur Ausstellung 29. April 2022
Herausgegeben von Christoph Thonfeld, Christian Schölzel und Percy Herrmann unter Mitarbeit von Esther Lindenlauf im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Dachau
Metropol Verlag
ISBN 978-3-86331-756-0