Aufbau der Ausstellung

Die Ausstellung ist in sechs Abschnitte eingeteilt, die sich in 13 Räumen bzw. Abteilungen befinden.

Übersichtsplan der Ausstellung

Die Abteilungen 1 und 2 erläutern das nationalsozialistische Lagersystem und den Weg in die NS-Diktatur. Die Geschichte des Konzentrationslagers Dachau von 1933 bis 1945 wird in drei Kapiteln erzählt. Die Vorgabe zu dieser Einteilung lieferte der tschechische Historiker und KZ-Überlebende Stanislav Zámečník in seiner Darstellung „Das war Dachau“. Darin beschreibt er drei Phasen der Entwicklung des Konzentrationslagers Dachau als Terrorinstrument der SS.

Die erste Phase (Abteilungen 3 bis 6) erstreckt sich von 1933 bis 1939, als das Konzentrationslager Instrument des Terrors zur Ausschaltung der politischen Opposition und zur Verfolgung sogenannter „Gemeinschaftsfremder“ war. Die Konzentrationslager trugen damit entscheidend zu Machtsicherung und Machtausbau der Nationalsozialisten sowie auch zur Kriegsvorbereitung bei.

Die zweite Phase (Abteilung 7) ist die Zeit der militärischen Erfolge 1939 bis 1941, als die Konzentrationslager zum Werkzeug der Kriegspolitik wurden: Häftlingsarbeit wurde zum Instrument der Vernichtung, nicht mehr „arbeitsfähige“ Häftlinge wurden in Tötungsanstalten umgebracht, und die Lager entwickelten sich zu Mordstätten, in denen Angehörige der Intelligenz aus den von den Deutschen besetzten Gebieten sowie sowjetische Kriegsgefangene hingerichtet wurden.

Die dritte Phase (Abteilungen 8 bis 12) zwischen 1942 und 1945 trägt die Überschrift „Einsatz der Häftlinge in der Rüstungsindustrie“. Die Ausstellung dokumentiert die letzten Jahre des Konzentrationslagers Dachau als Zentrum eines Netzes von Außenlagern in Süddeutschland und Österreich. Am Ende steht die Befreiung.

Der letzte Ausstellungsbereich (Abteilung 13) dokumentiert die Nachkriegsgeschichte und die Geschichte der KZ-Gedenkstätte.