Ergebnisse der Besucherstudie

In sechs jeweils einwöchigen Befragungswellen wurden knapp 2.500
teil-standardisierte Fragebögen von Einzelbesucher/innen und Gruppen
ausgefüllt. Zum ersten Mal wurden auch Schulklassen in einer zusätzlichen
Erhebungswoche in die Befragung einbezogen.

Die Auswahl der Teilnehmer/-innen an der Befragung erfolgte
stichprobenartig, um repräsentative Ergebnisse zu erzielen. Der Fragebogen lag in
neun Sprachen vor. Es zeigte sich, dass rund zwei Drittel der Befragten aus dem
Ausland kommen, davon die meisten aus Europa (64 %) oder aus Nordamerika (22 %).
Im Ländervergleich kommen die meisten Besucher/innen aus Italien (26 %),
gefolgt von den USA (19 %). Die übrigen Besucher/innen aus dem Ausland
verteilen sich auf Asien (5 %), Australien/Neuseeland (5 %), Südamerika (2,5 %),
Israel (0,9 %) und Afrika (0,5 %). Im Unterschied zu einer früheren Studie aus
dem Jahr 2007 macht sich vor allem ein deutlicher Anstieg der Besucher/innen
aus dem asiatischen Raum bemerkbar.

Der Fragebogen bat um eine Bewertung einzelner Bereiche des Museums,
wie der Ausstellungstafeln, des Dokumentarfilms sowie weiterer
Informationsangebote und Serviceleistungen. Außerdem wurden die Besucher/innen
nach der Qualität der Rundgänge und des Audioguides gefragt. Ein weiterer
Schwerpunkt lag in der Abfrage des Besucher/innen-Verhaltens, wie der
Aufenthaltsdauer an der Gedenkstätte und der besichtigten Bereiche. Von großem
Interesse waren für die Gedenkstätte auch das Vorwissen, die Einstellungen und
die Erwartungen der Besucher/-innen sowie ihre soziodemographischen Daten.

Die
in dieser Studie ermittelten Basisdaten wurden von Waltraud Burger und Rebecca
Ribarek zusammengefasst. Die Beiträge erschienen in Museum heute (Heft 48,
Dezember 2015) und im Gedenkstättenrundbrief (Nr. 177, 03/2015).
Die Studie diente zudem als Grundlage für die 2015 durchgeführte Befragung zur
Barackenausstellung. Eine vollständige Veröffentlichung der Ergebnisse ist in
Planung.

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