Ausstellung: Blickwechsel – Vlasto Kopàč zeichnet das Konzentrationslager Dachau

Zeichnung Kopac

Im Museum für Moderne Geschichte in Ljubljana befinden sich fast 80 etwa postkartengroße Zeichnungen, auf denen Szenen aus dem Leben im Konzentrationslager Dachau festgehalten sind. Die Arbeiten des slowenischen Architekten Vlasto Kopàč (1913-2006) sind einzigartige Dokumente des Konzentrationslagers aus den Jahren 1944/45. Sie zeigen Folter, Zwang und das alltägliche Leben und Sterben im Lager. Im Mittelpunkt der für Frühjahr/Sommer 2012 geplanten Ausstellung stehen dreißig dieser Originalzeichnungen, die für diesen Anlass erstmals wissenschaftlich erforscht und präsentiert werden.

Vlasto Kopàč schloss sich den Kommunisten an und war nach der Besetzung Sloweniens im Widerstand tätig. Im Oktober 1943 wurde er verhaftet und im Januar 1944 in das KZ Dachau gebracht. Nach seiner Befreiung kehrte Kopàč nach Jugoslawien zurück, wurde aber schon wenige Jahre später als Angeklagter in den so genannten Dachauer-Prozessen erneut verfolgt und verurteilt.

 

Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Dachau
Kuratorin der Ausstellung im Auftrag der Gedenkstätte: Dr. Michaela Haibl in Zusammenarbeit mit dem Muzej novejše zgdovina, Ljubljana
Ausstellungsort und -dauer: KZ-Gedenkstätte Dachau: 27. April bis 2. September 2012
Zur Ausstellungseröffnung erscheint ein Katalog.
Die Ausstellung wird finanziell gefördert durch das Kulturreferat der Stadt München.