Iwan Nikitowitsch Kuz

Iwan Nikitowitsch Kuz (14. Oktober 1913 – 1941)

 

Eine Gedenkbotschaft seiner Enkelin Irina Wladimirowna Zygankowa

 

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(Übersetzung des russischen Transkripts)

Guten Tag, mein Name ist Irina. Mein Großvater Iwan Kuz war unter den sowjetischen Offizieren, die am Schießplatz Hebertshausen ermordet wurden. Er war Offizier, Politleiter und Angehöriger der Grenztruppen. In den ersten Kriegstagen wurde er gefangen genommen. Er diente in der Stadt Drahitschyn an der belarussischen Grenze. Am 21. Juni trat er seinen Urlaub an und wollte mit seiner Familie seine Verwandten in der Ukraine besuchen. Doch in der Nacht auf den 22. Juni wurde er in Alarmbereitschaft versetzt. Im Weggehen sagte mein Großvater: „Der Krieg ist da. Geh in die Ukraine. Ich finde dich. Wenn du einen Sohn bekommst, nenne ihn Wolodja.“ Seine Frau war schwanger mit dem zweiten Kind. Er ging weg. Wie sich herausstellte, für immer.

Im Januar 1942 bekam meine Großmutter einen Jungen und nannte ihn Wolodja. Das ist mein Vater. Er ist schon 79 Jahre alt. Er suchte sein Leben lang… nach dem Bestattungsort seines Vaters, wollte sein Schicksal erfahren. Es gab keine Todesnachricht. Er galt offiziell als vermisst. Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar, allen, die nach Dokumenten suchten, die Gedenkstätte aufbauten, allen, die uns 2019 einluden. Es war ein unvergessliches und emotionsgeladenes Ereignis. Zu wissen, dass Iwan Nikitowitsch nicht vergessen ist und bestattet wurde, wenn auch nur notdürftig, ist Gold wert. Unsere gesamte Familie ist Ihnen sehr dankbar. Möge Gott mit uns allen sein.

 

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