Vortrag „Der Künstler David Ludwig Bloch, die Novemberpogrome 1938 und das KZ Dachau“

75. Jahrestag der Novemberpogrome

Vortrag „Der Künstler David Ludwig Bloch, die Novemberpogrome 1938 und das
KZ Dachau“

Dr. Michaela Haibl und Dr. Dirk Riedel stellen am Mittwoch, den 27. November 2013, in einem Vortrag das Werk und Wirken des gehörlosen Künstlers David Ludwig Bloch vor, der im November 1938 ins KZ Dachau eingeliefert wurde.

Apell im November 1938; von David Ludwig Bloch
Appell im November 1938; von David Ludwig Bloch

 

David Ludwig Bloch, am 25. März 1910 in Floß (Oberpfalz) geboren, verliert als Kind durch eine Hirnhautentzündung sein Gehör. Er erlernt den Beruf des Porzellanmalers und arbeitet später als Werbegrafiker und Dekorateur. Er ist einer von 10.911 jüdischen Männern, die in Folge der „Reichskristallnacht” in das KZ Dachau eingeliefert werden. Wegen seiner Gehörlosigkeit ist Bloch im Lager besonders gefährdet. Nach einmonatiger Haft wird er aus dem KZ Dachau entlassen und kann 1940 mit dem letzten Schiff von Venedig nach Shanghai emigrieren.

1949 übersiedelt er nach New York und arbeitet dort 26 Jahre als Kunstlithograf. Erst 1976 reist Bloch zum ersten Mal nach Deutschland und versucht, nach einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau, den Holocaust und seine persönlichen Erlebnisse im KZ Dachau auf künstlerischer Ebene zu verarbeiten. Am 16. September 2002 stirbt David Ludwig Bloch in den USA.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau, Pater-Roth-Str.2a, der Eintritt ist frei.

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