Gedenkfeier zur Pogromnacht am 9. November 1938

In ganz Deutschland wurden am 9. November 1938 Synagogen zerstört und Juden aus ihren Häusern verschleppt. Auch 15 Dachauer Bürgerinnen und Bürger wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft aus der Stadt vertrieben. Zu ihnen gehörten die Tanzlehrerin Vera Neumeyer und ihr Mann, der blinde Musiklehrer und Komponist Hans Neumeyer. Sie lebten mit Ihren Kindern Ruth und Raimand in der heutigen Hermann-Stockmann-Str. 10. Sie beide wurden 1942 in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Für ihre Kinder hatten sie noch 1939 das Überleben sichern können im Rahmen der Kindertransporte nach Großbritannien.

In einer Begegnung mit Tim und Stephen Locke, Söhne von Ruth Locke, der Tochter der Neumeyers, wird an ihre Geschichte erinnert als Teil des Gedenkens an alle damals Verfolgten und Ermordeten.

Programm

Donnerstag, 8. November 2018, 19 Uhr
Rathausfoyer Dachau

Ansprache
Florian Hartmann, Oberbürgermeister der Stadt Dachau,

Gespräch
mit Tim und Stephen Locke

Einführung
Dr. Jürgen und Ingeborg Müller-Hohagen

Präsentation
Tim und Stephen Locke

Kranzniederlegung
an der Gedenktafel vor dem Rathaus und Schweigeminute zum Gedenken

Musikalische Gestaltung
Schülerinnen und Schüler des Ignaz-Taschner-Gymnasiums Dachau unter der Leitung von Jutta Wörther mit Werken von Hans Neumeyer

Veranstalterin
Stadt Dachau, Amt für Kultur, Tourismus und Zeitgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Trägerkreis Pogromnachtgedenken

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