Dachauer Zeitzeugengespräch mit Henny Brenner

Henny Brenner 1941 in Dresden
Henny Brenner 1941 in Dresden

Henny Brenner, geboren am 25. November 1924, wächst als Tochter einer jüdischen Mutter und eines protestantischen Vaters in einem behüteten Elternhaus in Dresden auf. Aufgrund der nationalsozialistischen Rassegesetze verändert sich das unbeschwerte Leben der nun als „gemischt-rassisch“ stigmatisierten Familie drastisch: Mehrmals muss Henny Brenner die Schule wechseln, der Vater muss seine Arbeit aufgeben, Mutter und Tochter tragen den Judenstern.

Im Jahr 1945 wohnen in Dresden nur noch 170 von ehemals 6.000 Juden. Unter den Verbliebenen ist auch Henny Brenner. Sie leistet Zwangsarbeit bei Zeiss-Ikon in Dresden. Als am 13. Februar 1945 ihrer Familie die Aufforderung zugeht, sich drei Tage später auf einem Sammelplatz in Dresden einzufinden, weiß die 20jährige, dass die Deportation bevorsteht. Doch das Bombardement auf Dresden rettet ihr Leben. Der Familie gelingt es, sich in der zerstörten Stadt bis zur Befreiung durch die Rote Armee zu verstecken.

Heute lebt Henny Brenner in der Oberpfalz. Ihre Erlebnisse hat sie in dem Buch „Das Lied ist aus“ festgehalten.

Das Zeitzeugengespräch mit Henny Brenner findet am Dienstag, den 10. Mai 2016, um 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau statt.