KZ-Gedenkstätte Dachau Newsletter 7 – 2016

Newsletter der KZ-Gedenkstätte Dachau

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Newsletter 7. Ausgabe, Frühjahr 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen eine weitere Ausgabe des Newsletters präsentieren zu können. Sie erhalten einen Überblick zum Stand unserer Arbeit sowie zu aktuellen Projekten und Veranstaltungen. Ausgewählte Veranstaltungshinweise finden Sie in der Rubrik „Termine“ im ersten Teil des Newsletters. Informationen aus der laufenden Arbeit der Gedenkstätte stellen wir Ihnen am Beispiel der Themenführungen und Exkursionen der Bildungsabteilung, der Besucherstudie und des Videoblogs im zweiten Teil des Newsletters vor. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Die nächste Ausgabe erscheint im Herbst 2016.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Gabriele Hammermann

Termine

Beweise für die Nachwelt. Die Zeichnungen des Dachau-Überlebenden Georg Tauber

Aquarellzeichnung von Georg Tauber zur Situation der "vergessenen" Opfer 1946; Privatbesitz Monika Hofer/Ulrike Dümmler, München Der bayerische Reklamezeichner Georg Tauber dokumentierte unmittelbar nach seiner Befreiung nicht nur den gewaltsamen „Alltag“ im KZ Dachau, sondern auch die Ankunft der US-amerikanischen Truppen sowie das Leben im Lager nach der Befreiung. Die über ...weiterlesen

Veranstaltung mit Francesco Lotoro über Musik in Konzentrationslagern

Musik hatte im „Alltag“ der Konzentrationslager höchst unterschiedliche Funktionen. So konnte sie Trost spenden, Hoffnungen eine Stimme verleihen, ein Zeichen für Solidarität und Widerstand setzen, doch ebenso fand sie Verwendung als Unterdrückungsinstrument, wenn beispielsweise die Häftlinge zum Appell antraten, zum Singen gezwungen oder einer Dauerbeschallung ausgesetzt wurden. Im Rahmen der Abendveranstaltung ...weiterlesen

Dachauer Zeitzeugengespräch mit Henny Brenner

Henny Brenner 1941 in Dresden Henny Brenner, geboren am 25. November 1924, wächst als Tochter einer jüdischen Mutter und eines protestantischen Vaters in einem behüteten Elternhaus in Dresden auf. Aufgrund der nationalsozialistischen Rassegesetze verändert sich das unbeschwerte Leben der nun als „gemischt-rassisch“ stigmatisierten Familie drastisch: Mehrmals muss Henny Brenner die Schule ...weiterlesen

Themenrundgänge und Exkursionen der Bildungsabteilung

Zusätzlich zu den regelmäßigen Rundgängen bietet die Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau jeden Monat Rundgänge und Exkursionen mit besonderen Schwerpunktthemen an. Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Terminen finden Sie in unserem Bildungsprogramm (pdf, 868 kB).   Themenrundgänge Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau Anmeldung an der Infotheke des Besucherzentrums am Veranstaltungstag bis spätestens 13.45 Uhr Kosten: 4 ...weiterlesen

Rückblick

Katalogvorstellung und Filmvorführung "Das Mahnmal von Nandor Glid in Dachau"

Im Gespräch mit Dr. Andrea Riedle ging Helmut Meewes ausführlich auf die Entstehungsgeschichte seines Films „Das Mahnmal von Nandor Glid in Dachau“ ein. Er erzählte von seiner Kindheit im Zweiten Weltkrieg und über seine Erfahrungen als Zwangsarbeiter in einem tschechischen Bergwerk. All diese Erlebnisse förderten sein Interesse an der Geschichte ...weiterlesen

Dachauer Zeitzeugengespräch mit Maurice Cling

Maurice Cling berichtete von einer sehr behüteten Kindheit, die er mit seiner jüdischen Familie in Paris erlebte. Auch nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten sei er sich keiner besonderen Gefahr bewusst gewesen. Als seine Familie im Mai 1944 verhaftet und in das Durchgangslager Drancy deportiert wurde, änderte sich die Situation schlagartig. Maurice ...weiterlesen

Albert Knoll: Buchvorstellung „Der Rosa-Winkel-Gedenkstein“ und Erhalt des André-Delpech-Preises

In seiner Buchvorstellung ging Albert Knoll zunächst auf die Geschichte des Paragraphen 175 ein, der seit Inkrafttreten 1872 sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte und im Nationalsozialismus eine deutliche Verschärfung erfuhr. Welche Auswirkungen damit für Homosexuelle verbunden waren, zeigte Albert Knoll anschließend anhand einzelner Biographien von Häftlingen im KZ Dachau. ...weiterlesen

Vortrag von Detlef Garbe: Zwischen Widerstand und Martyrium: Zeugen Jehovas im KZ Dachau

Dr. Detlef Garbe Gleich zu Beginn seines Vortrags betonte Detlef Garbe, dass die Zeugen Jehovas noch vor 20 Jahren eine „vergessen gemachte Opfergruppe“ gewesen seien, dabei bildeten sie in der NS-Zeit als einzige Weltanschauungsgemeinschaft eine eigene Häftlingskategorie. Als sogenannte „Bibelforscher“ wurden sie mit dem „lila Winkel“ gekennzeichnet. Auch im KZ Dachau waren ...weiterlesen

Neuigkeiten

Ergebnisse der Besucherstudie

In sechs jeweils einwöchigen Befragungswellen wurden knapp 2.500 teil-standardisierte Fragebögen von Einzelbesucher/innen und Gruppen ausgefüllt. Zum ersten Mal wurden auch Schulklassen in einer zusätzlichen Erhebungswoche in die Befragung einbezogen. Die Auswahl der Teilnehmer/-innen an der Befragung erfolgte stichprobenartig, um repräsentative Ergebnisse zu erzielen. Der Fragebogen lag in neun Sprachen vor. Es ...weiterlesen

Videobotschaften zum Befreiungstag 2015

Am 29. April 1945 befreiten Soldaten der US-Armee die Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau. Damit begann für viele Häftlinge ein neues Leben. Diesen Jahrestag nahm die KZ-Gedenkstätte Dachau zum Anlass, Überlebende zu bitten, ihre Erinnerungen an den Tag der Befreiung in einer Videobotschaft zu schildern. So berichten neun Überlebende unterschiedlicher ...weiterlesen

Neue Mitarbeiter/innen in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Mathilda Schlosser ist 19 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Karlsruhe. Da sie sich sehr für politische und historische Themen interessiert, hat sie sich für dieses FSJ entschieden. Sie möchte gerne vor ihrem Studium etwas Nützliches tun und damit zur Gedenkstättenarbeit in Dachau beitragen. Laura Volk ist ...weiterlesen

Literaturtipps

Literaturtipps

Garbe, Detlef; Morsch, Günter (Hrsg.): Kriegsendverbrechen zwischen Untergangschaos und Vernichtungsprogramm. – Berlin: Metropol 2015 (Konzentrationslager: Studien zur Geschichte des NS-Terrors; H. 1) Die letzte Phase des „Dritten Reiches“ ging mit einer kaum noch für möglich gehaltenen Steigerung von Terror und Gewalt einher. Es gab keine Mordtat, vor der die Nationalsozialisten nicht zurückschreckten, ...weiterlesen

Nachgefragt

Wie viele Außenlager hatte das Konzentrationslager Dachau?

In den historischen Quellen ist die Bezeichnung der Außenlager uneinheitlich (u. a. ist von Arbeitskommandos,  Arbeitslagern, Außenkommandos, Außenlagern und Unterkommandos die Rede). In der neueren Forschung hat sich jedoch der Begriff „Außenlager“ als einheitliche Bezeichnung für diejenigen Außenorte eines Konzentrationslagers durchgesetzt, an denen die KZ-Häftlinge außerhalb des eigentlichen Hauptlagers untergebracht ...weiterlesen

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